Dienstag, 16. Januar 2018

NEUES ZUHAUSE

15.01.2018

Florian

Wir übernehmen unser Wohnmobil von Maui, das uns nach Sydney bringen soll. Martina ist begeistert. Das Innenleben unseres neuen zu Hauses ist angenehm großzügig und wir müssen nun die nächsten fast 4 Wochen nicht aus dem Koffer leben.




Vorbei an schönen Villen von Adelaide




gehts nach Hahndorf, einer alten deutschprotestantischen Ortschaft. Wir verzichten auf ein Krügerl Original deutsches Bier um EUR 12,00 genießen jedoch ein bisschen das heimatliche Flair.





Weiter gehts nach Südosten 




zur Narrung-Fähre 




und zu unserem Campingsplatz für die Nacht. Dort treffen wir John und Jane - ein Pensionistenehepaar - aus Darwin, die mit ihrem tollen Gespann und der richtigen Einstellung seit August 15000 km in Australien unterwegs sind - vielleicht werden wir sie in Darwin wieder sehen



Sonntag, 14. Januar 2018

HAPPY HUSBAND

14.1.2018

Martina

Heute schlafen wir uns so richtig aus, erledigen anschließend unsere Mails, schreiben unseren Blog und bereiten uns auf die Fahrt Richtung Sydney vor. Wie immer vergeht die Zeit am Computer wie im Flug und so verlassen wir erst um 13 Uhr das Hotel.

Nachdem hier jetzt die großen Sommer- und Schulferien sind, gibt es auf den Strassen viele Baustellen. Wir suchen die Busstation für den Gratisbus, der uns in den nördlichen Stadtteil von Adelaide führt. Ist nicht ganz so einfach, weil sich erstens niemand auskennt, und zu allem Übel werden viele Busstationen durch die Baustellen zur Zeit nicht angefahren. Es gibt auch Gratisfahrräder in dieser Stadt, aber auch dieses System funktioniert nicht gut. Fahrräder kaputt, Stationen zum Registrieren am Wochenende geschlossen, also entscheiden wir uns doch wieder für den Bus.

Schlussendlich schaffen wir es dann doch, und die Rundfahrt führt uns am imposanten medizinischen Forschungsinstitut vorbei.


Weiter über den River Torrens bis ins gepflegte Villenviertel von North Adelaide.


Leider bleibt uns keine Zeit, um auszusteigen, denn Florian möchte heute beim "Undies Run" zu Gunsten der Darmkrebsforschung mitlaufen. Wir steigen beim "Park 15" aus und Florian meldet sich für den Lauf an. Er bekommt für ein Startgeld von 35.- AUD eine lustige Laufunterwäsche, die er auch gleich wie alle anderen anzieht.


Ich gehe inzwischen zum Botanischen Garten und erfreue mich an diesem mit viel Liebe angelegten Park. Außergewöhnlich ist der große Seerosenteich mit den vielen "Secret Lotus Blüten",


und der Pavilion mit der "Victoria Amazon Waterlily"!


Es bleibt bei einem Kurzbesuch, denn ich möchte rechtzeitig beim Start sein, und nachdem der Lauf nur 2,3 km lang ist, will ich schon gar nicht den Zieleinlauf verpassen. Ist zwar nur ein Fun Race, aber wie ihr wisst hindert das Florian nicht daran, der Schnellste sein zu wollen.


Das Startfeld umfasst etwa 1500 Läufer und die Stimmung ist gut. Ich komme zwar sehr knapp vor dem Start zur Startlinie, aber ich entdecke Florian sofort, denn er steht natürlich wie immer ganz vorne.


Gleich nach dem Start suche ich mir eine andere Fotoposition, um einen besseren Blick auf die Zielgerade zu bekommen. Kaum dort angekommen sehe ich das Leitfahrzeug um die Ecke biegen und dahinter sind im Gegenlicht die ersten 4 Läufer zu erkennen.




Sie sind noch weit weg und ich kann keine Gesichter sehen, aber den Laufstil von Florian erkenne ich sofort. Auf der leicht bergab führenden Zielgeraden hat er seinen Endspurt angesetzt und überholt zwei weitaus jüngere Kontrahenten. Fast hätte er gewonnen, denn


mit einer Laufzeit von 7:50 Minuten muss er sich am Ende um nur ca. einen Meter von einem weit jüngeren Mann geschlagen geben.



Heute hab ich einen Happy Man an meiner Seite.


ADELAIDE

13.01.2018

Florian

Wir sind im Paringa Hotel in Adelaide.

Das Paringa Hotel

Ich bringe in der Früh unser Mietauto, das wir gut von Alice Springs hierher überstellt haben, an die Autovermietung Europcar beim Flughafen zurück - 2.300 km haben wir seit Alice Springs abgespult und eigentlich war es kein Problem. Da es keinen Verkehr auf den Straßen gibt, fährt man entspannt. Ich würde aber Nachtfahrten vermeiden, denn der Wildwechsel ist an manchen Stellen gefährlich.
Als ich laufend zurückkehre, hat uns Martina ein neues Zimmer organisiert. In unserem funktionieren die Steckdosen nicht und wenn man Wasser aufdreht, klingt es, als sei eine Schlagbohrmaschine am Werk. Das neue Zimmer ist super. Also geht´s an Adelaide erkunden.

Adelaide, die Hauptstadt des Bundesstaates South Australia, ist lebendig, modern mit vielen schön renovierten älteren Gebäuden.

Das Rathaus von Adelaide






Ein perfektes Versorgungszentrum, mit allem, was das Herz begehrt.



Auch Kultur gibt es - Straßenmusiker und Skulpturen - wirklich nett.







Seit längerem können wir wieder einmal eine Messe besuchen, die Abendmesse in der Katholischen Kathedrale von Adelaide.



Wir genießen die wiedergewonnene Zivilisation und die kühlen Temperaturen (22° C).
Martina, die seit einiger Zeit mit einem Fersensporn kämpft, bekommt gute neue Nikes. Damit geht sie wie auf Wolken und ihre Ferse wird geschont.



Hier beginnt morgen die Tour Down Under - ein großes mehrtägiges Fahrradrennen mit entsprechender Fahrradmesse und Publikumsaktivitäten im fahrradfreundlichen Adelaide.


das ist einmal ein g´scheiter Griller

 

Adelaide - eine sehenswerte Stadt!

Samstag, 13. Januar 2018

IMMER GERADE AUS

12.1.2018

Martina

Leider müssen wir unser unterirdisches Hotel zeitig in der Früh verlassen. Es liegen über 800 Kilometer vor uns, endlose Geraden und einfach nichts zu sehen. Nix plus nix ist gar nix.


Wobei das auch wieder spannend ist, denn wir nehmen nun die kleinsten Veränderungen wahr. Hellgrünes Buschwerk wird plötzlich graugrün, Buschgras verschwindet und vereinzelte Bäume stehen plötzlich ungeordnet in der roten Sandwüste, um gleich danach wieder völlig zu verschwinden. Die Landschaft verändert ihr Erscheinungsbild binnen Sekunden. Nach etwa der Hälfte unserer Strecke fahren wir über eine Flugzeugnotfallslandepiste,


und tanken in einem kleinen Ort Namens Glendambo mit einem lustigen Willkommensschild!


Die ersten 400 Kilometer auf unserer Strecke nach Adelade regnet es. Deshalb ist die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h eine angenehme Reisegeschwindigkeit. Strassenschilder warnen vor Kühen, Kängurus und Emus, die die Strasse kreuzen können.


So gesehen ist mir eine karge Landschaft weitaus lieber, denn somit können die Tiere nicht einfach aus dem Nichts auf die Strasse laufen. Wir haben Glück und können des öfteren die Tiere schon aus weiter Entfernung wahrnehmen und rechtzeitig bremsen. Manche Emus sind scheu, andere wiederum beanspruchen die Asphaltstrasse für sich und weichen erst sehr spät auf die Seite. Auch nützen sie die kleinen Unebenheiten der Strasse und trinken aus den Wasserpfützen.


Leider sehen wir einige tote Kühe, Kängurus und Emus am Strassenrand. Road Trains (die riesigen Lastwagen hier) können wahrscheinlich keine Notbremsungen für Tiere machen und so kommt es dann doch immer wieder zu diesen Unfällen.


Für uns ist es ein perfekter Reisetag, es hat nie mehr als 25° und der zweite Teil unserer Strecke bleibt regenfrei. Nach 860 Kilometern haben wir unser Hotel im Business District in Adelade erreicht. Das Hotel liegt wunderbar zentral und wir vertreten uns am Abend noch die Beine.

Alles gut, jetzt haben wir 3 Tage für die Stadtbesichtigung von Adelade.

Freitag, 12. Januar 2018

COOPER PEDY

11.01.2018

Florian

Coober Pedy ist die Opal Hauptstadt der Welt und liegt am Stuart Highway von Alice Springs nach Adelaide, ca. 850 km nördlich von Adelaide. Nachdem hier 1915 die ersten Opale gefunden wurden, entstand mitten in der Australischen Wüste eine skurrile Ortschaft mit derzeit etwa 2000 Einwohnern.

Coober Pedy Down Town


Die Aboriginals haben die Ortschaft "Kupa Piti - Loch des weißen Mannes" genannt, woraus Coober Pedy wurde. 75 % der Bewohner wohnt unterirdisch in alten Opalstollen, die zu Wohnhäusern umgebaut wurden oder man gräbt sich ein Haus in einen Hügel. Bei Außentemperaturen von 45°C im Sommer und -3°C im Winter halten die Höhlenwohnungen jahraus, jahrein eine Temperatur von 21-24°C. Und da Martina heute Geburtstag feiert, habe ich keine Kosten und Mühen gescheut und uns auch unterirdisch einquartiert.




Wir schlafen in unserer Höhle hervorragend und gleich in der Früh gibt´s ein Geburtstagsfrühstück für Martina. Die Geburtstagstorte kostet zwar nur einen Bruchteil von jener letztes Jahr (wer kann sich erinnern, wo das war), dafür schmeckt sie -zig Mal so gut.


Geburtstagsgeschenk
Coober Pedy ist wirklich außergewöhnlich. Alles dreht sich um den - mittlerweile eher ermatteten - Opalbergbau. Wir besichtigen einen alten Stollen in einem der vielen Bergbaumuseen und lernen, wie Opale entstehen. Kurz gesagt: aus dem ehemaligen Meeressand des Meeres, das hier vor ein paar (Hunderten von Millionen) Jahren war, wurde durch Regen Silikat gelöst, das sich in Hohlräumen gesammelt und versteinert hat.  Der Sandstein wird in den Stollen mit Sprengstoff und Spitzhacke herausgearbeitet und mit "Blowern" - quasi riesige Staubsauger - an die Oberfläche transportiert.

Ein Blower

Bergbaumuseum


Alte Opalmiene

Irgendwie waren die Menschen früher kleiner

Objekt der Begierde - Opal
Auch die Kirchen sind in alten Stollen untergebracht.

Katholische Kirche



Serbisch Orthodoxe Kirche
 

Auch wir finden einen aufgelassenen Stollen, in dem wir gleich unser neues Haus planen.



Und an einer Stelle, an der früher Aushubmaterial abgelagert wurde, darf man "noodeling" betreiben - ohne maschinelle Unterstützung darf man nach Opalen suchen - und ich bin sogar fündig geworden - Weltumsegelung quasi ausfinanziert!


Vielleicht werde ich neben Vanille-, Schokolade-, und Laufsandalenproduzent jetzt auch noch Opalschürfer - Diversifikation und Risikostreuung!

Und natürlich wurden in dieser Kulisse einige Filme gedreht - Mad Max, etc. und Außerirdische haben ihr Raumschiff vergessen.


Am Abend führe ich Martina nobel aus in den Italienisch-Australischen-Minenarbeiterklub und anschließend gibt´s noch ein Gläschen Sekt auf unserer "Dachterrasse" - Was kostet die Welt!!